Kinderfilm des Monats September 2010 Willi und die Wunder dieser Welt
Willi will`s wissen
Wer kennt ihn nicht – den wissensdurstigen Reporter Willi Weitzel? In vielen Familien ist er jeden Sonntagmorgen zu Gast, denn dann stellt er in seiner Sendung „Willi will´s wissen“ spannende Berufe vor und beantwortet die einfachsten wie auch die schwierigsten Fragen.
Im australischen Regenwald sucht Willi das Krankenhaus für Flughunde
Nun begibt sich Willi auf Weltreise, denn seine 92-jährige Freundin Frau Klinger hat ihn mit Fernweh angesteckt. Eine Dose Sand von ihrem Lieblingsplatz in der Sahara, diesen Herzenswunsch möchte Willi der ehemaligen Weltenbummlerin erfüllen. Erste Station ist der australische Regenwald: Auf der Suche nach einem Ameisenforscher muss Willi vor Krokodilen flüchten und rettet ein Flughund-Baby. In der kanadischen Arktis tappt er in die Eisbärenfalle der Tierpolizei.
Willi ratlos in Japan
In der Riesenmetropole Tokio geht Willi um ein Haar verloren, übernachtet im kleinsten Hotelzimmer der Welt und tritt sogar gegen schwergewichtige Sumo-Ringer an. Nach dem
Großstadttrubel führt ihn sein Weg an den Ort, von dem Frau Klinger immer geschwärmt hat: Die Sahara! Auf dem Motorrad und nur mit fünf Beuteln Wasser durchquert er die größte und einsamste Wüste der Welt. Nach einer Skorpion-Attacke und tausenden von Kilometern durch Sand, über Felsen und Geröll ist Willi am Ziel. Endlich kann er Frau Klingers Wunsch erfüllen. Denn versprochen ist schließlich versprochen ...
So unterschiedlich die Stationen auf Willis Reise auch sind, zwei Dinge haben alle gemeinsam. Erstens: Willi findet Ameisen. Und zweitens trifft er auf liebenswerte Menschen, die ihm seine vielen Fragen geduldig beantworten und ihm und den jungen Zuschauern zeigen, was diese Orte so einzigartig macht.
Über den Film
Kaum ein anderes Medium ist so geeignet, Eindrücke von fernen Ländern und fremden Kulturen zu vermitteln wie das Kino. Was liegt also näher, als das Konzept der bei Jung und Alt beliebten Fernsehreihe Willi will´s wissen auf die große Leinwand zu übertragen. Dabei verbindet Willi und die Wunder dieser Welt sehr geschickt die dokumentarisch erklärenden Möglichkeiten des Mediums Films mit einer inszenierten Abenteuergeschichte.
Eindrucksvoll fotografiert vom mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm-Kameramann Wolfgang Thaler macht der Film neugierig auf die Welt. Durch die direkte Ansprache bindet Willi die Zuschauer/innen direkt ins Geschehen ein
und lädt sie ein, ihn auf seiner spannenden Reise zu begleiten. Leitend sind dabei vor allem die interessierte Beobachtung und der Blick auf die regionalen oder kulturellen Besonderheiten. Durch weite Totalen vermittelt der Film vor allem in den Episoden in Australien, der Arktis sowie der Sahara ein Gefühl für ökologische Zusammenhänge. Durch extreme Nahaufnahmen wiederum hebt er Details, wie etwa die Ameisenkolonien in den Wipfeln des australischen Urwalds hervor, die ansonsten nicht wahrgenommen würden.
Kurzinfo
Deutschland 2009
Regie: Arne Sinnwell
Länge: 78 Minuten
FSK ab 0
empfohlen ab 6 Jahre
Buch: Armin Toerkell, Arne Sinnwell
Darsteller/innen:
Helmar Willi Weitzel, Jan-Olaf Meyncke, Nico Blüthgen, Shaun Bobier, Torsten Scheibler u.a.
Themen
Dokumentarfilm, Reisen, andere Länder und
Kulturen, Abenteuer, Lebensräume, Natur, Stadt, Umwelt
