Kinderkino unterm Sternenhimmel

Kinderkino unterm Sternenhimmel – 7.8.2026 um 19.45 Uhr im Freiluftkino Friedrichshagen

Publikum im Freiluftkino sieht in Richtung Leinwand, über ihnen der helle Projektorstrahl und der Mond

Kino unterm Sternenhimmel… was gibt es Schöneres in einer lauen Sommernacht? Dieses ganz besondere Vergnügen war lange Zeit Erwachsenen vorbehalten. Doch in diesen Sommerferien können auch kleine Kinofans ab 8 Jahre die Nacht zum Tag machen und nach Sonnenuntergang einen preisgekrönten Kinderfilm im Freiluftkino erleben.

Am Freitag, den 7.8.2026 ab 19.45 Uhr heißt es „Leinen los!“ für ein spannendes Piratenabenteuer unter freiem Himmel und zu später Stunde. Doch bevor MEIN FREUND, DER PIRAT über die Leinwand flimmert, vertreibt ein buntes Bühnenprogramm die Wartezeit bis Sonnenuntergang. Mit irischem Folk, Liedern und Geschichten über trinkfreudige Seefahrer sorgt die Band Clover für die passende
Freibeuter-Musik, und lädt kleine und große Piraten zum Mitsingen und Tanzen ein. Aber nicht nur Kalle Clover überzeugt mit seiner Stimme, sondern auch unsere Gäste aus dem Filmteam.

Musikerin und Musiker mit Akkordeon, Banjo und Geige in Piratenkleidung

Synchronsprecher: innen erzählen kein Seemannsgarn, sondern verraten, wie Seeräuber und Piratinnen klingen müssen, um uns Landratten in Angst und Schrecken zu versetzen.

2 Männer und 2 Frauen stehen fröhlich auf der bunt beleuchteten Kinderkinobüro-Bühne

Nach Sonnenuntergang, gegen 20.30 Uhr, beginnt ein spannendes Leinwandabenteuer, bei dem ein Piratenschiff aus der Vergangenheit plötzlich in einer niederländischen Reihenhaussiedlung landet…

Mein Freund, der Pirat

Niederlande 2020
Regie: Pim van Hoeve
Drehbuch: Sander de Regt, nach der Buchserie „De Piraten van Hiernaast“ von Reggie Naus
Länge: 94 Min.
FSK ab 6, empfohlen ab 8 Jahre

Darsteller:innen: Matti Stooker (Michael), Samuel Beau Reurekas (Billy), Celeste Holsheim (Elizabeth), Egbert Jan Weeber (Hector Donnermann), Sarah Janneh (Betsie Donnermann), Tygo Gernandt (Krillis) u.a.

Die vier Mitglieder der Piratenfamilie – Mutter, Vater, Sohn und Großvater – schauen uns von oben blickend herausfordernd an

Als die Piratenfamilie Donnermann beschließt, ein ruhigeres Leben an Land zu führen, kommt frischer Wind in den verschlafenen Küstenort Sandburg. Fernab von Raubzügen, den schnaps-durchtränkten Nächten und wilden Abenteuern wollen sie ihrem Sohn Billy eine gesicherte Zukunft ermöglichen und sesshaft werden. Schnell freundet sich der 12-Jährige mit den Nachbarskindern Elizabeth und Michael an. Doch die Ankunft der Familie ist nicht jedem Nachbarn willkommen. Nachdem Krillis, der Erzfeind der Donnermanns, die Schatzkiste der Familie stiehlt, müssen die verarmten Piraten wieder in See stechen. Doch Michael und Elizabeth lassen ihren neuen Freund nicht so einfach davonziehen .

Der witzige und oft actionreiche Abenteuerfilm, basierend auf einer niederländischen Kinderbuchreihe von Reggie Naus, verhandelt den Umgang mit Anderssein. Der Kontrast zwischen dem aufgeräumten, spießigen Sandberg mit seinen grauen Reihenhäusern und eingezäunten Vorgärten und dem anarchisch-bunten Piratenschiff der Donnermanns wird visuell mit viel Witz und Liebe zum Detail in Szene gesetzt. Auch wenn der Film sich mit seinem epischen Soundtrack, Spezialeffekten und klamaukigen Piratenfiguren an Hollywood-Vorbildern wie „Fluch der Karibik“ (2003-2017) orientiert, werden Parallelen zu Flucht, Migration und Integration sensibel verhandelt. Eine vorgespielte Toleranz – die Piraten sind willkommen, solange sie sich bloß nicht zu laut, wild und eben „piratig“ verhalten – nimmt der Film genauso auf die Schippe wie die Vorurteile und Proteste derjenigen, die die Familie direkt wieder aus dem Dorf werfen wollen. Stattdessen spricht sich „Mein Freund, der Pirat“ für eine echte Wertschätzung von Verschiedenheit und ein Zusammenleben in Vielfalt aus.

– Roberta Huldisch, kinofenster.de

Der Film, den Regisseur van Hoeve nach einem Kinderbuch von Reggie Naus adaptierte, bietet aber mehr als nur Unterhaltung für die Kleinen. Den Erwachsenen gibt er einiges zum Nachdenken mit auf den Nachhauseweg. Denn unter der an der Oberfläche erzählten Geschichte von einer Piratenfamilie, die unfreiwillig an einen fremden Ort verschlagen wird und dort nicht nur auf Willkommensgesten, sondern auch auf Ablehnung stößt, liegt selbstredend ein Subtext, der von Flucht und dem Umgang einer Gesellschaft mit Geflüchteten handelt. Wie van Hoeve unserer westlichen Gesellschaft den Spiegel vorhält und Rassismus wie Heuchelei gleichermaßen entlarvt, ist für die Kleinen wie die Großen ein großer Spaß.

– Falk Straub, spielfilm.de

» Weitere Informationen

Kinderkino unterm Sternenhimmel
MEIN FREUND, DER PIRAT

Freitag, 7. August 2026
19.45 Uhr

Adresse

Freiluftkino Friedrichshagen
Hinter dem Kurpark 13
Köpenick
S3 „Friedrichshagen“

Eintritt

8,00 € pro Person,
Ermäßigung für Inhaber:innen des Super-Ferien-Pass 2026/2027 und Familien mit FamilienPass 2026.

Fotos: © Kay Herschelmann/Kinderkinobüro, Der Filmverleih GmbH